Lebenslanges Lernen – das Ende der Erwachsenenbildung?

Dieser Beitrag wurde auf zuerst EPALE veröffentlicht: https://epale.ec.europa.eu/de/blog/lebenslanges-lernen-das-ende-der-erwachsenenbildung. Dort kann man ihn in ganzer Länge lesen. Hier nur ein kurzer Auszug und inhaltlicher Überblick:

Der Bericht „Embracing a culture of lifelong learning“ des  UNESCO Institute for Lifelong Learning vom August 2020 beschreibt eine zukunftsorientierte Perspektive für die Bildung. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie der Klimakrise, dem technologischen Wandel  oder auch der Covid-19- Pandemie fordern zwölf internationale Experten*innen einen grundlegenden Wandel hin zu einer Kultur des lebenslangen Lernens.

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Erwachsenenbildung im ländlichen Raum

Ich bin ein Dorf-Kind und da lag es nahe, mich mit Bildungsangeboten für Erwachsene auf dem Land zu beschäftigen. Das habe ich auf EPALE getan: Vernetzen, gestalten und regionale Probleme lösen: Erwachsenenbildung im ländlichen Raum .

Der Beitrag stellt verschiedene Projekte vor, die hoffentlich dazu führen, dass Bildung im ländlichen Raum als vielfältig wahrgenommen wird (und nicht nur „Wir müssen denen mal beibringen, wie das Internet funktioniert“; müssen wir oft nämlich gar nicht, das können die schon).

Wurzeln schlagen: Digitale Lernangebote in der non-formalen Erwachsenenbildung etablieren

Welche Faktoren sind notwendig, was muss berücksichtig werden, damit digitale Bildungsangebote Wurzeln schlagen können? Darüber habe ich auf EPALE geschrieben: Wurzeln schlagen: Digitale Lernangebote in der non-formalen Erwachsenenbildung etablieren

Und auf EPALE kann man diesen Beitrag auch gerne diskutieren.

Inhalte im Überblick:

  • Grundlegende Aspekte digitaler Bildungsangebote
  • Zielgruppenanalyse: Wen möchte man und wen kann man erreichen?
    • Lernbegleitung und strukturelle Vorgaben
    • Lernzeit
    • Sprachkenntnisse, Schreib- und Lesefähigkeit
  • Das Lernangebot strukturieren
    • Grundlegendes didaktisches Setting
    • Zeitliche Struktur
  • Gestaltung digitaler Bildungsangebote – Gelingensfaktoren
    • Gestaltung von Kommunikation und Zusammenarbeit
    • Die gemeinsame Zeit nutzen
    • Webinare
    • Visualisierungen
    • Aufgaben
    • Raumgestaltung
  • Online-Bildung bedeutet auch Online-Marketing

Advocacy: Der Erwachsenenbildung Stimme und Gesicht geben

Die ökonomischen Folgen der Corona-Krise werden die Erwachsenenbildungslandschaft stark treffen. Ob sie zur Wüste wird liegt auch in den Händen der Akteure der Erwachsenenbildung, die die Bedeutung von Advocacy unterschätzen.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf EPALE veröffentlicht: https://epale.ec.europa.eu/de/blog/advocacy-der-erwachsenenbildung-stimme-und-gesicht-geben

Wir müssen keinen Kaffeesatz lesen um zu erahnen, wie schwer es künftig für die Erwachsenenbildung wird, denn erste Folgen der Corona-Krise zeigen sich bereits. Einige Bildungsträger sind schon insolvent, da sie die durch die Schließungen entstandenen Einbußen nicht verkraften konnten. Weitere Träger werden wohl folgen oder zumindest Angebote reduzieren müssen, denn:

  • Eine höhere Arbeitslosigkeit führt zu weniger Geld in den Haushalten und kann einen Rückgang der Anmeldungen und somit der Einnahmen bedeuten.
  • Kommunale Förderungen werden deutlich geringer ausfallen, da die Einnahmen der Kommunen aus Steuern etc. sinken und gleichzeitig die Ausgaben, z.B. für Sozialhilfe, steigen. Dadurch verteuern sich viele Angebote, was sich ebenfalls negativ auf die Anmeldezahlen auswirken kann. Absehbar ist, dass sich die wenigsten Kommunen in den nächsten zwölf Monaten von der Krise erholen. Gleiches kann auch für Landesförderungen angenommen werden.
  • Fördermittel richten sich oft nach den geleisteten Stunden im laufenden Jahr und in 2020 fallen wegen der Schließungen deutlich weniger Stunden an.
  • So lange die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, werden viele Präsenzveranstaltungen nicht mehr mit der berechneten Teilnehmer*innen-Zahl stattfinden können, was ebenfalls zu finanziellen Verlusten führt.
  • Neue Fördertöpfe, ob aus Bundes-, Landes oder EU-Mitteln, sind nur für die berufliche Bildung  wahrscheinlich, da alle Institutionen sehr viel Geld zur Bekämpfung der unmittelbaren Folgen der Krise ausgeben. Geld, das zur weiteren Förderung der Erwachsenenbildung insgesamt fehlen wird.

Kurzum: Wir können uns auf weniger Bildungsangebote und weniger Träger einstellen; es sieht recht finster aus. Müssen wir das hinnehmen oder finden wir Wege, eine Verödung der Bildungslandschaft zu verhindern?

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